FDM nach Typaldos

Das Fasziendistorsionsmodell (FDM) ist die Kombination aus auditiv-visueller Diagnostik und manuellen Behandlungstechniken. Im Gegensatz zu vielen anderen medizinischen Konzepten wird die Therapie nach dem FDM durch Schmerzgestiken (Körpersprache) des Patienten bestimmt und lenkt den Therapeuten so in der Behandlung durch das Netzwerk der Faszien.

 

Was sind Faszien?

Die Faszien sind Teil des Bindegewebes und durchdringen den ganzen Körper als ein umhüllendes und verbindendes Spannungsnetzwerk. Zu ihnen zählen alle kollagenen faserigen Bindegewebe, insbesondere Gelenk- und Organkapseln, Sehnenplatten, Sehnen und Bänder, sowie die flächigen festen Bindegewebsschichten. Sie sorgen nicht nur für Halt und Stabilität im Bewegungsapparat, sondern haben auch Signalwirkung und sind am Stoffwechsel sowie immunologischen Prozessen beteiligt. Ihre Fasern strahlen in den Muskel und haben dort ähnliche Signalwirkungen wie Nerven.

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FDM wirkt Gezielt

Die medizinische Sichtweise des FDM führt körperliche Beschwerden und Funktionseinschränkungen auf Verletzungen und/oder Verformungen der Faszien zurück, die Verspannungen und Schmerzen auslösen.

Durch spezielle manuelle Techniken wird der FDM Therapeut diese Fasziendistorsion gezielt beeinflussen und korrigieren, um den Körper genau dort, wo der Patient es braucht, zu unterstützen.

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… und schnell.

Eine spontane Schmerzreduktion und messbare Verbesserung der Beweglichkeit kann oft direkt im Anschluss der Behandlung festgestellt werden.

Die Manipulation der Faszienstörungen führt der Therapeut mit seinen Händen, zum Teil aber auch mit anderen Hilfsmitteln durch, wobei er je nach Störung, starken Druck auf bestimmte Punkte oder Bahnen ausüben, flächige Handgriffe nutzen, oder Traktionen bzw. Kompressionen an Körperteilen einsetzen kann.


Aber Achtung!

Manche dieser Therapiegriffe können als unangenehm oder sogar schmerzhaft empfunden werden. Um eine sichere Behandlung zu gewährleisten, informieren Sie mich bitte über vorbestehende Grunderkrankungen sowie über blutverdünnende oder schmerzmildernde Medikamenteneinnahmen.

sonstige Risiken und Nebenwirkungen zur Behandlung:

Nach einer FDM-Behandlung können vorübergehend (einige Stunden bis Tage) auftreten:

  • Lokale Rötungen und Hautirritationen
  • Blutergüsse
  • Kreislaufreaktionen wie Schwindel, Hitzewallungen/Schwitzen, Müdigkeit
  • Muskelkaterartige Verspannungen, vorübergehende Schmerzverstärkung sowie in sehr seltenen Fällen lokale Nervenkompressionen

Ziel  

das Fasziendistorsionsmodell nach Stephen Typaldos (gemäß dem Curriculum der EFDMA) soll die betroffenen Faszien korrigieren und eine damit verbundene schnell wirksame Schmerzlinderung für den Patienten, sowie die Wiederherstellung der Muskel- und Gelenkfunktionen herbeiführen.